Schweden Rundreise – Yttre Bodane

Dieser Beitrag ist Teil 15 von 16 aus der Serie Schweden 2024

Yttre Bodane ist ein Naturreservat, dass ich entlang der Route nach Göteborg als letzten Stopp eingeplant habe. Hier möchte ich noch einmal eine kleine Wanderung machen. Zudem liegt die Region am Wasser und nach den letzten Tagen mit Regen, scheint heute endlich noch einmal die Sonne. Zudem ist es mein vorletzter Tag, wobei morgen nur die Fahrt nach Göteborg ansteht.

Yttre Bodane

Yttre Bodane, liegt mitten im Schärengarten am Vänernsee. Die Sonne taucht die moosbewachsenen Felsen in warmes Licht. Die Kiefern werfen lange Schatten, und das Laub knistert unter meinen Schritten. Es ist Mitte Oktober, und doch fühlt sich dieser Tag wie ein spätsommerliches Abschiedsgeschenk an.

Nötön Runde
Ich entscheide mich für die knapp 5km lange Nötön Runde hier im Schutzgebiet Yttre Bodane.

Nötön Runde

Ich folge dem Pfad zur Halbinsel Tången. Der Weg ist weich, gesäumt von Blaubeersträuchern und leuchtendem Farn. Ab und zu öffnet sich der Wald, und ich blicke über das glitzernde Wasser des Vänern – so weit, dass ich das andere Ufer nicht sehen kann. Kein Wunder, dass man ihn „Binnenmeer“ nennt.

An einer kleinen Lichtung mache ich Pause. Ein Holzsteg führt über feuchtes Gelände, und ich setze mich auf eine Bank mit Blick auf die Schären. Die Luft riecht nach Herbst, nach Harz und See. Ich höre nur Wind und Vogelstimmen. Kein Motor, kein Lärm – nur Natur.

Nötön Runde
Nachdem die letzen Tage im Indland sehr schön waren, geniße ich wieder martime Einflüsse.

Ich wandere weiter bis zur Südspitze von Tången. Die Felsen dort sind glatt und steil, das Wasser darunter tief und klar. Baden wäre möglich, aber heute bleibe ich trocken. Ich genieße den Moment, die Ruhe, das Licht.

Morgen geht es nach Göteborg, dann mit der Fähre zurück nach Kiel. Aber heute bin ich noch hier – in Yttre Bodane, wo der Herbst golden ist, und die Zeit still zu stehen scheint.

Nötön Runde
Die Nötön Runde ist eine abwechslungsreiche Rundwanderung.

Die Schären erinnern mich, wie bereits andere Regionen an Nova Scotia. Man kann es nun so oder so sehen. Entweder versteht man mich nun weshalb Nova Scotia sich in mein Herz geschlichen hat oder man schüttelt mit dem Kopf, weil ich Schweden nicht schon früher bereist habe.

Plan B

Es hätte zum krönenden Abschluss noch einmal eine Nacht werden können, in der ich mit Cookie frei stehe. Doch hier prangt wieder eines der netten Schilder, die ich ja schon vom ersten Parkplatz im Store Mosse Nationalpark kennen gelernt habe. Eine gefühlte Ewigkeit her. Ein Zeichen, dass dieser Urlaub noch lange nachhalten wird.

Yttre Bodane
Ich hatte vor in Yttre Bodane noch einmal frei zu stehen und zu übernachten.
Wanderparkplatz Yttre Bodane
Plan B: Leider ist hier Campen ausdrücklich verboten, so suche ich ein weiteres mal einen Campingplatz.

Plan B ist nun einen Campingplatz zu finden. Dank der Camping-app findet sich auch schnell ein geeigneter Platz. Mein Wahl fällt auf den nahe glegenen Vita Sandars Camping AB Platz in der. Nähe von Ängenäs. Von hier aus bin ich dann morgen auch rechtzeitig am Fähranleger nach Kiel.

Vita Sandars Camping AB
Frei stehen war in Yttre Bodane leider nicht möglich, so fahre ich ein kleines Stück weiter in die Nähe von Ängenäs.

Vita Sandars Camping AB

Der Vita Sandars Campingplatz liegt idyllisch am Vänernsee in Mellerud, mitten in der Region Dalsland. Als Teil des Swecamp-Netzwerks ist er ganzjährig geöffnet und mit vier Sternen ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist der weitläufige Sandstrand, der flach ins Wasser abfällt und sich ideal für Familien und Kinder eignet.

Die Anlage bietet rund 240 Stellplätze sowie etwa 40 Mietunterkünfte, darunter Hütten und Mobilheime – einige davon mit eigener Dusche, WC und Veranda. Für Kinder gibt es ein Spielhaus, Trampbikes, einen Fußballplatz und einen beheizten Pool. Erwachsene genießen die Sauna direkt am See, erkunden Wanderwege oder spielen eine Runde Abenteuergolf.

Vita Sandars Camping
Vita Sandars Campingplatz liegt idyllisch am Vänernsee in Mellerud.

Die Infrastruktur ist modern und durchdacht – mit Restaurant, Supermarkt, WLAN und Brötchenservice. Nur wenige Kilometer entfernt liegen Sehenswürdigkeiten wie das Aquädukt in Håverud oder die Festung Dalaborg, die sich gut für Tagesausflüge eignen. Doch diese stehen nicht mehr auf dem Programm dieser Reise.

Im nächsten und letzten Beitrag zur Schweden Rundreise geht es dann nach Hause, eine nette Anlaufstelle habe ich aber noch im Ärmel bevor es entgültig nach Göteborg geht. Wohin der Abstecher führt erfährst Du im nächsten Beitrag.

Wenn du mehr Fotos aus Schweden sehen möchtest, besuche gerne auf Foto.Yogie mein Schweden Album. Du möchtest gerne die anderen Beiträge zur Schwedenrundreise lesen, dann springe doch hier zum ersten Beitrag der Reihe.

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