IJsselmonde und Alblasserwaard 2026 – Kinderdijk

Dies ist Teil 3 von 5 Teilen der Serie „Reisetagebuch IJsselmonde und Alblasserwaard 2026“

Gestern war ich mit dem Rad in Kinderdijk wie ich im letzten Beitrag berichtet habe. Nach 17:00 Uhr, wenn das Museum schließt, ist der Parkplatz dort kostenlos! Deshalb dachte ich mir, ich fahre heute gegen Abend nochmal hin. Die Nacht über hat es zwar nochmal gewittert, aber nicht so schlimm wie vorher. Dafür ist der Himmel heute komplett zugezogen und es ist echt drückend und schwül. Also habe ich den Tag so ein bisschen vertrödelt und ab und zu ein Nickerchen gemacht. Es ist einfach nicht so mein Wetter, aber ich hoffe, es wird später besser!

Cookie auf dem Recreatiepark de Oude Maas, Arbeitsplatz im Cookie
Arbeiten im Cookie

Gedanken zum Internet Unterwegs

Den Tag über habe ich mein Hörbuch weiter gehört und ein paar YouTube-Videos geschaut, zumindest so gut es ging. Das WLAN hier am Campingplatz ist kaum zu gebrauchen und da schalte ich mein Handy auf 5G um. Wobei der automatische Suchlauf mir nur ein Netzwerk liefert, das anscheinend nur LTE anbietet. Per manueller Netzwerksuche finde ich KPN NL mit 5G, damit geht es ganz gut. Ich überlege, mir für zukünftige Touren und Reisen ein Starlink Mini zuzulegen. Es gibt viele Befürworter, aber genauso viele Gegner. Abgesehen vom Stromverbrauch und den relativ hohen Kosten spielt oft auch die Frage eine Rolle, ob man den Inhaber unterstützen oder meiden möchte. Ohne politisch zu werden, finde ich die Technologie hinter Starlink einfach genial. Und wenn die Technik schon mal da ist, warum sollte ich sie nicht auch nutzen?

Mobiles Internet (5G)

Bisher hatte ich nicht die besten Erfahrungen mit mobilem Internet: kaum verfügbar, bei automatischer Anbietersuche wird nicht immer das schnellste Netz gewählt, gerade im Ausland unverständlich. Okay, ich habe weder einen Router noch einen Tarif mit unlimitierten Daten, falls das eine Rolle spielt. Zudem haben diese Tarife, soweit ich gesehen habe, eine „Fair Use“-Regelung, d. h. nach einem bestimmten Datenvolumen in einem fremden bzw. ausländischen Netz wird die Internetgeschwindigkeit gedrosselt. Ich habe für mich eine Aufstellung mit den drei größten Anbietern und deren Unlimited-Internet-Tarifen sowie Starlink Mini verglichen. Im ersten Jahr muss ich bei beiden Optionen Hardware kaufen, z. B. einen Nighthawk M5 Router oder das Starlink Mini Kit. Im ersten Jahr inklusive Hardware spare ich bei Starlink bereits zwischen 560 € und 1.399 €. In den Folgejahren, selbst nach Preiserhöhungen bei Starlink, spare ich immer noch zwischen 60 € und 539 €. Ich habe dabei 12 Wochen unterwegs sowie die unbegrenzte Rate von Starlink für drei Monate zugrunde gelegt.

Datenvolumen

Die Mobiltarife laufen das ganze Jahr über. Die „Fair-Use“-Regelung im Mobilfunktarif erlaubt mir zwischen 40 und 55 GB pro Monat im Ausland. Bei Starlink Mini sind es im günstigeren Tarif sogar 100 GB. Das Problem tritt auf, wenn ich die jeweiligen Grenzen erreiche. Dann wäre Starlink kostengünstiger. Sollte ich mit 100 GB auskommen, wäre die Ersparnis sogar noch größer. O2 deckelt in der EU bereits ab 40 GB, Vodafone und Telekom liegen bei etwa 45 bis 55 GB. Hier ist die Ersparnis im Vergleich zu Starlink Mini am größten.

Recreatiepark de Oude Maas mit Blick auf de Oude Maas und einem Frachter der dort entlangschippert
Recreatiepark de Oude Maas mit Blick auf de Oude Maas und einem Frachter der dort entlangschippert

Verfügbarkeit

Neben der Ersparnis ist für mich auch die Verfügbarkeit entscheidend. Meine Erfahrungen mit mobilem Netz waren bisher nicht gerade positiv. Eine zuverlässige Internetverbindung ist für mich unerlässlich, da ich, wie die meisten, nur sechs Wochen Urlaub im Jahr habe. In dieser Zeit ist das Internet mein Hobby, und ich komme mit 100 GB wahrscheinlich aus. Die anderen sechs Wochen muss ich jedoch von unterwegs regulär arbeiten, und zwar von überall aus. Dafür bin ich auf eine stabile Internetverbindung angewiesen. Letztendlich bleibt also nur Starlink als praktikable Lösung.

Mein Serien-Plugin zickt herum

Nach meiner Recherche zu Internet unterwegs habe ich etwas Zeit in meinen Blog investiert. Dabei bin ich auf ein Sortierungsproblem bei den Reisetagebüchern gestoßen, das mich eine ganze Weile beschäftigt hat. Am Ende stellte sich die Lösung jedoch als viel einfacher heraus, als ich zunächst angenommen hatte. Man muss lediglich wissen, wie und wo man zwei Einstellungen parallel und identisch vornehmen muss, damit die Reisetagebücher in chronologischer Reihenfolge erscheinen, wobei das letzte Reisetagebuch ganz oben stehen soll.

Kinderdijk Aussicht vom Museum aus auf die Mühlen, rechts die Nederwaard, links die Overwaard Mühlen
Kinderdijk Aussicht vom Museum aus auf die Mühlen, rechts die Nederwaard, links die Overwaard Mühlen

Kinderdijk

Heute Morgen konnte ich mich nicht dazu aufraffen, mit dem Rad und meiner Fotoausrüstung loszufahren. Als sich das Wetter am späten Nachmittag jedoch aufhellte und die Wolken sich verzogen, packte ich meine Ausrüstung in den Wagen und fuhr die knapp 25 Minuten nach Kinderdijk. Mit dem Rad hätte ich 45 bis 60 Minuten gebraucht.

Ich hatte mit mehr Fahrzeugen gerechnet, aber es gab genügend Parkplätze und der Besucherandrang war angenehm überschaubar. Also schnappte ich mir meinen Fotorucksack und machte mich auf den Weg. Ich hätte vorher auf dem Campingplatz noch etwas essen sollen, aber so richtig hungrig war ich noch nicht. Jetzt, wo ich die Wege hier entlanglaufe, meldet sich der Hunger aber doch. Außerdem bin ich viel zu früh hier; die Sonne steht noch viel zu hoch und bis zum Sonnenuntergang dauert es noch gut 2,5 Stunden.

So richtig springt der Funke nicht über

Frustriert darüber, dass ich die Zeiten nicht richtig kalkuliert habe und der perfekte Top-Fotospot für meine Spiegelreflexkamera sich nicht zeigt, lasse ich die große Ausrüstung (mal wieder) im Rucksack und laufe mit dem Handy entlang der Mühlen. Ich genieße die Ruhe, die nur vom Wassergeplätscher der im Wasser tobenden Kinder, zumindest in der Nähe des Museums, unterbrochen wird. Weiter weg höre ich dann nur noch das Konzert der mir scheinbar tausenden Vögel. Lachmöwe, Graugans, Teichrohrsänger, Zilpzalp, Ringeltaube und Blässhuhn kann ich neben anderen Rufen ausmachen. Neben einigen Graureihern sehe ich viele Enten und Blässhühner mit ihren Jungen unterwegs.

Immerhin mache ich mit dem Handy einige Fotos und komme am Ende auf gute 6 Kilometer, die ich vor Ort zurückgelegt habe. Noch vor Sonnenuntergang und dem schönen roten Licht fahre ich zurück zum Campingplatz. Dort kochen wir etwas und ich kann den Sonnenuntergang an der Oude Maas noch genießen, während die Luft etwas abkühlt.

De Oude Maas
De Oude Maas

Schreibe einen Kommentar