Auf dem Weg nach Kristiansand steuern wir unseren letzten Campingplatz in Norwegen an. Wir haben uns für den Kilefjorden Campingplatz entschieden, ein kleines, idyllisches Fleckchen Erde. Direkt am Otra gelegen. Ein würdiger Abschied bevor es dann mit der Fähre nach Hirtshals geht.
Strandvejen 13, 9850 Hirtshals, Dänemark
Hirtshals, North Denmark Region, Denmark
Ivelandsvegen 2, 4737 Hornnes, Norway
Evje, Agder, Norway
Lifjellvegen 51, 3804 Bø i Telemark, Norway
Der Tag beginnt wieder freundlich. Heute gibt es keine Stopps, wir fahren direkt von Campingplatz zu Campingplatz. Die Wanderung, die wir ursprünglich herausgesucht haben, passt leider nicht mehr zum Ablauf, da wir hierfür fast bis nach Kristiansand runterfahren müssten. So lassen wir es bummelig angehen und machen auf dem Weg einfach einen kurzen Stopp entlang der 41.
Sjodiplane liegt direkt an der Rv41 und ist auf den ersten Blick ein kleiner, unscheinbarer See. Wenn man anhält, merkt man jedoch schnell, wie ruhig und angenehm es hier ist. Kiefern stehen dicht am Ufer, das Wasser glitzert zwischen den Felsen, und rundherum gibt es viele Stellen, an denen man frei stehen kann. Die Gemeinde stellt sogar warme Duschen und Toiletten bereit – kostenlos und sauber. Kein spektakulärer Ort, aber ein ruhiger, freundlicher Zwischenstopp.



Kilefjorden Camping
Kilefjorden Camping liegt direkt am breiten Flusslauf des Otra. Der Platz wirkt ruhig und natürlich. Hohe Kiefern stehen auch hier zwischen den Stellplätzen, und viele Plätze haben direkten Blick aufs Wasser. Man kann sich einfach hinstellen, wo es einem gefällt – freie Platzwahl gehört hier zum Konzept. Die Betreiber sind herzlich und hilfsbereit, und die Sanitäranlagen sind sauber und modern. Der Platz bietet Hütten in verschiedenen Größen, alle mit Strom und einfacher Ausstattung. Wer mag, kann Sauna oder Hot Tub nutzen und danach direkt in den Fluss springen. Der Campingplatz bleibt das ganze Jahr über geöffnet und eignet sich perfekt als entspannter Zwischenstopp auf dem Weg durch das Setesdal.

Der Fluss lädt zum Paddeln ein. Man kann Kanus oder kleine Boote mieten und zwischen Inseln, Buchten und Biberburgen herumfahren. Mit etwas Glück sieht man einen Fischadler oder einen Biber. Die Umgebung eignet sich auch gut zum Wandern oder Radfahren. Alles wirkt entschleunigt, und genau das macht den Platz so angenehm. Viele Gäste bleiben länger als geplant, weil die Mischung aus Wasser, Wald und Ruhe einfach passt. Für uns drängt allerdings die Zeit und wir haben nur diese eine Übernachtung.
Wer länger bleibt findet an der Rezeption zahlreiche laminierte Wanderkarten und Beschreibungen. Einfach eine Wanderung heraussuchen, die Karte mitnehmen und später wieder zurück legen. Nachdem Cookie für die Nacht bereitgemacht ist fahren wir zurück bis nach Evje.
Evje
Evje liegt nur wenige Auto-Minuten nördlich vom Campingplatz. Der Ort ist klein, aber lebendig. Es gibt Supermärkte, Cafés und alles, was man für den Alltag braucht. Rundherum beginnt die typische Landschaft des Setesdal: Wälder, Felsen, Flussläufe. Evje ist außerdem ein Zentrum für Outdoor‑Aktivitäten. In der Umgebung findet man Kletterparks, Mineralgruben zum Selbersuchen, Wanderwege und mehrere kleine Museen. Wer Lust auf Action hat, kann Rafting oder Mountainbike‑Touren buchen. Wer es ruhiger mag, spaziert einfach am Fluss entlang oder fährt ein Stück ins Tal hinein.
Wir suchen eine Bäckerei auf um noch einmal Kanelsnurrer zu holen. Auf dem Weg dorthin schauen wir noch in den ein oder anderen ansässigen Outdoorladen rein. Wir entdecken ein Thailändisches Restaurant und kehren hier zum Abschluss ein.
Zurück am Kilefjorden Campingplatz spazieren wir durch die Anlage und finden einige kleine Pfade denen wir durch den Wald folgen. Bei unserer Ankunft war die Rezeption geschlossen und laut Email, sollten wir uns ein schönes Plätzchen suchen und einfach am Abend vorbeischauen und bezahlen.








Gesagt, getan, entspannter kann es kaum gehen. Eine herrliche Gegend wie wir finden. Wir können verstehen, warum Gäste hier einfach etwas länger bleiben. Für uns geht es aber morgen wieder mit der Fähre zurück, erstmal nach Dänemark. Eine Nacht in Hirtshals ist noch eingeplant, so wie bereits auf der Hinreise, bevor die lange Strecke zu fahren ist.
Fähre Kristiansand – Hirtshals
Als wir am Fährterminal ankommen erinnern wir uns an unser Auto-Batterie Drama. Irgendwie hatten wir das schon fast vergessen bzw. verdrängt. Während der Tour durch Norwegen hat die Batterie gehalten. Aber dieses mal sind wir vorgewarnt und lassen vorsichtshalber den Wagen komplett aus während wir auf die Überfahrt warten.






Gebucht haben wir auf dem Tornby Strand Camping den gleichen Stellplatz wie auf der Hinfahrt. So können wir in aller Ruhe einchecken und den Platz beziehen ohne suchen zu müssen. Die Nacht ist wieder angenehm ruhig und der Tag der Rückreise beginnt wieder freundlich. Ein Frühstück in aller Ruhe und wir rollen entspannt in Richtung Heimat los.
Rückreise
Wir fahren den ganzen Tag und halten wie immer an der Raststätte Dammer Berge. Als es dunkel wird, bemerken wir, dass mit Cookiedoos Licht etwas nicht stimmt, was die Fahrt deutlich anstrengender macht. Zwei Dinge werden wir auf jeden Fall ändern: Wir werden Cookiedoo mit LED-Lampen ausstatten und für den Fall aller Fälle uns eine Powerbank mit Starthilfefunktion zulegen.

Nach einer doch langen Fahrt und insgesamt 4678,8 Kilometern mehr auf dem Tacho, sind wir froh wieder zu Hause zu sein. Auch wenn uns das Reisen Spaß macht und Norwegens atemberaubende Landschaft uns in ihren Bann gezogen hat. Freuen wir uns auf unsere beiden Kater. Diese Reise hat uns gezeigt, dass keinen Plan zu haben, nicht immer die beste Reiseart ist. So wenig gewandert sind wir schon lange nicht mehr in einem Urlaub. Besonders war jedoch, dass wir fast ausschließlich mit dem Handy fotografiert haben. Ich selbst habe lediglich knapp 700 Fotos geschossen.
Wie geht’s weiter?
Für unsere nächste Reise wollen wir etwas mehr im Voraus planen. Zumindest die möglichen Aktivitäten vor Ort auskundschaften. Orte und Sehenswürdigkeiten markieren, die lohnenswert sind und uns einige Informationen dazu einholen. Wanderwege gehören natürlich ebenfalls dazu wie Fotospots. Auch wollen wir prüfen ob es bestimmte Öffnungszeiten gibt. Nicht dass wir wieder zur Flaschen Zeit am richtigen Ort sind.
Allerdings heißt es für Cookie erst einmal ab in die Werkstatt. Bei Regen sammelt sich etwas Wasser vor der Türe an, was unangenehm ist, tritt man dort ständig mit den Hüttenschuhen oder Strümpfen rein. Daher wird Cookie am Montag statt in seine Halle zur Werkstatt gebracht. Hier sollen die Profis die undichte Stelle ausfindig machen. Und damit endet das Reisetagebuch Norwegen 2025. Wohin wird es wohl als nächstes gehen?