Wir verlassen das Dovreplateau und fahren heute bis nach Lillehammer. Da wir auf dem Weg an der Baksidevegen wieder vorbeikommen, wollen wir einen letzen Versuch starten Elche zu sehen. Aber außer einer Menge Dreck an Cookie und Cookiedoo bleibt von diesem Versuch nicht viel hängen. Für die Route nach Lillehammer haben wir zwei Stopps ausgesucht, die Ringebu Stabkirche und das Kunstwerk eines Mammut-Schädels in Fåvang.
Dampsagveien 47 , 2609 Lillehammer Norwegen
Fåvang, Innlandet, Norway
Hjerkinn, Innlandet, Norway
Ringebu Stabkirche – ein roter Turm über dem Gudbrandsdal
Die Stabkirche von Ringebu steht gut sichtbar über dem Gudbrandsdal. Der rote Turm leuchtet schon von weitem und setzt einen starken Kontrast zum dunklen Holz des alten Kirchenschiffs. Die Kirche stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und gehört zu den größten Stabkirchen Norwegens. Der Platz wirkt ruhig, fast feierlich. Der Friedhof rundherum ist gepflegt, jedes Grab trägt Blumen oder kleine Beete. Man spürt sofort, dass dieser Ort seit Jahrhunderten eine Rolle im Leben der Menschen spielt.


Die Stabkirche ist mal wieder verschlossen, doch wir lesen über die Kirche folgendes…
Im Inneren zeigt die Kirche ihre ganze Geschichte. Alte Schnitzereien, ein Taufstein aus dem 12. Jahrhundert und bemalte Holzbalken erzählen von einer Zeit, in der Glaube und Alltag eng zusammenlagen. Einige Balken tragen eingeritzte Zeichen, die früher als Schutzsymbole dienten. Der rote Turm kam erst im 17. Jahrhundert dazu und verleiht der Kirche heute ihr markantes Profil. Trotz ihres Alters bleibt die Kirche lebendig: Sie dient bis heute als Gemeindekirche und verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf eine sehr direkte Weise.
Fåvang – Mammut
Direkt an der E6 bei Fåvang steht ein riesiger Mammutschädel aus glänzendem Edelstahl. Die Künstlerin Linda Bakke hat ihn in doppelter Originalgröße gebaut. Der Schädel wirkt, als würde er gerade aus dem Boden auftauchen. Die Form ist exakt, die Oberfläche poliert, und das Metall fängt das Licht wie eine Eisfläche ein. Von hier aus hat man den Blick direkt auf die Kiesgrube, in der man die echten Mammutstoßzähne gefunden hat. Die Funde sind 50.000 bis 100.000 Jahre alt und gehören zu den bedeutendsten in ganz Norwegen.
Das Gudbrandsdal gilt als Hotspot für Mammutfunde, und Fåvang hat die meisten registrierten Überreste im ganzen Land. Der Mammut-Schädel erinnert genau daran. Er steht am Badedammen, nur wenige Meter von der Abfahrt ins Ortszentrum entfernt. Die Skulptur besteht aus vielen kleinen Stahlteilen, die Bakke gehämmert, geschweißt und poliert hat. Zusammen mit ihrer „Drachen“-Skulptur in Ringebu bildet der Mammut ein Kunstpaar, das die Geschichte und Identität der Region sichtbar macht. Ein kurzer Stopp — aber einer, der die Landschaft plötzlich mit der Eiszeit verbindet.


Von der „Drachen“-Skulptur haben wir erst später erfahren sonst hätten wir uns diese auch gern angesehen. In Lillehammer ist der erste Stopp eine Waschanlage, denn wir müssen Cookie und Cookiedoo unbedingt von dem Dreck der Baksidevegen befreien. Nachdem Bad fahren wir zum Campingplatz.
Lillehammer Camping – direkt am Mjøsa, nah an der Stadt
Lillehammer Camping liegt, wie die Stadt selbst, direkt am Ufer des Mjøsa, Norwegens größtem See, und verbindet Naturgefühl mit Stadtnähe. Vom Platz aus sind es nur etwa 25 Minuten zu Fuß bis ins Zentrum von Lillehammer, und trotzdem wirkt der Campingplatz ruhig und entspannt. Die Stellplätze liegen auf einer großen, offenen Wiese mit Blick aufs Wasser, und wer mehr Komfort möchte, findet eine Auswahl an Hütten und kleinen Apartments. Die Sanitäranlagen sind modern und gepflegt, es gibt eine Küche, Waschmöglichkeiten und sogar neue Saunen direkt am See. Der Platz eignet sich perfekt als Zwischenstopp auf einer längeren Route oder als Basis, um Lillehammer und die Umgebung zu erkunden — vom Maihaugen‑Freilichtmuseum bis zum Olympiapark. Ein unkomplizierter, sauberer und angenehm gelegener Campingplatz, der genau das bietet, was man nach einem Reisetag braucht.

Lillehammer
Wir haben keine große Lust mehr zu laufen und fahren kurzer Hand, nachdem wir das Lager aufgeschlagen haben in die Stadt. Einen Parkplatz finden wir gleich in der Nähe des Kunstmuseums. Der Fußweg hierher wäre nur knapp 20 Minuten gewesen, aber es geht vom Campingplatz nur bergauf. Stattdessen bummeln wir ohne nennenswerten Höhenunterschiede durch die Fußgängerzone. Wir finden kleine Läden und das schließlich das asiatische Restaurant, welches wir auserkoren hatten. Wir essen hier etwas Warmes und lassen die Atmosphäre wirken. Lillehammer fühlt sich freundlich an, ein bisschen altmodisch, aber auf eine gute Art. Genau richtig, um nach dem Reisetag runterzukommen und die nächsten Schritte zu planen.




Maihaugen
Wir wollen eigentlich ins Freilichtmuseum Maihaugen. Doch die Zeit für heute langt nicht mehr, denn die Öffnungszeit ist nur bis 16:00 Uhr. Und morgen ist Montag, da hat das Museum leider Ruhetag. Das Wetter hilft auch nicht weiter. Der Himmel hängt tief, und die Lust auf eine Wanderung morgen hält sich in Grenzen. Also schieben wir die Pläne zur Seite und machen das Beste aus dem Moment. Ein bisschen Stadt, ein bisschen Ruhe, ein bisschen Kramen.
Olympisches Museum
Das Olympische Dorf liegt etwas oberhalb der Stadt. Heute wirkt es wie ein ruhiges Wohngebiet, aber die Geschichte steckt noch in den Häusern. 1994 lebten hier die Athletinnen und Athleten der Winterspiele. Die Gebäude bestehen aus typischen norwegischen Holzhäusern, schlicht und funktional.
Das Norwegische Olympische Museum liegt direkt auf dem Gelände von Maihaugen. Das Museum führt dich durch die Geschichte der Olympischen Spiele – von der Antike bis zu den modernen Winterspielen. Viele Originalobjekte stehen in den Vitrinen: Medaillen, Ausrüstung, Fotos, Maskottchen. Interaktive Stationen zeigen berühmte Momente aus Lillehammer 1994.
Leider ist auch das Olympische Museum wie Maihaugen Montags geschlossen.





Shopping
Da die Hauptattraktionen die wir uns herausgesucht haben geschlossen sind und die Wetterlage sich nicht großartig verändert hat, gehen wir shoppen. Die Waschanlage von gestern liegt in einem Einkaufsgebiet hier haben wir diverse Geschäfte gesehen, die wir unsicher machen. Vom Elektrogroßmarkt, über kleinere Boutiquen bis hin zum Outdoorladen finden wir alles und können so die Zeit verbummeln.
Als uns der Hunger packt fahren wir wieder in die Stadt und parken wie gestern am Kunstmuseum. Auf dem Speiseplan steht Pizza. Allerdings konnte das Restaurant nicht an die kulinarischen Fertigkeiten des Asiaten von gestern anschließen, kostete dafür aber bei weitem nicht so viel.
Morgen fahren wir weiter in den Süden in die Telemark-Region.