Reiseplanung mit Tap Forms Pro

Ich weiß, normalerweise plane ich nicht viel wenn es um meine Reisen geht. Aber gerade in Norwegen, hätte ich mir gewünscht ich hätte mich besser vorbereitet. Und deshalb habe ich mir eine kleine Datenbank-App gebaut. Oft ist es ein Foto, ein Forumspost, ein Satz in einem Reisebericht – und schon landet ein Ort in meinem Kopf, der irgendwann auf der Karte landen will. Früher war das in OneNote. Dann Excel. Meist jedoch habe ich diese Orte einfach nur in Google-MyMaps festgehalten. und gesammelt Meist eine Kombination, die vor allem eines war: unhandlich und unübersichtlich.

Irgendwann hatte ich genug davon, mich selbst zu fragen: „Wo hab ich das nochmal festgehalten?“

Tap Forms Pro - Reiseplanung - Übersicht der Reisen
Tap Forms Pro – Reiseplanung – Übersicht der Reisen

Sorry nur für Apple

Da ich privat ausschließlich mit Apple-Geräten unterwegs bin – Mac, iPad, iPhone – war die Frage weniger ob ich etwas Eigenes baue, sondern womit. Meine Wahl fiel auf Tap Forms Pro, eine Datenbank-App, die sich komplett nach den eigenen Vorstellungen gestalten lässt. Keine vorgegebene Struktur, keine überflüssigen Funktionen, keine Annahmen darüber, wie ich zu reisen habe.

Und weil Tap Forms das zulässt, habe ich mir genau das gebaut, was ich brauchte. Die Bildschirmfotos zeigen bisher nur meine Testdaten. Aber ich kann es kaum erwarten die erste „richtige“ Reise mit der Datebankapp zu planen. Dabei werde ich bestimmt noch hier und da Anpassungen vornehmen.

Drei Formulare – mehr braucht es (bislang) nicht

Der Kern der Datenbank ist eigentlich denkbar einfach. Drei Formulare, die sauber miteinander verknüpft sind:

Reisen ist die oberste Ebene: Stammdaten, Zeitraum, geplante Übernachtungen – und der Kalendername, der später noch wichtig wird.

Reisetage enthält für jeden Reisetag Ankunft, Abreise, Tagesstrecke und Zielorte. Übersichtlich, direkt, ohne Schnickschnack.

Ziele ist die eigentliche Schatzkiste. Stellplätze, Alternativstellplätze, Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Fotospots, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten – alles, was unterwegs relevant werden könnte, landet hier. Das Besondere: Ich kann Ziele anlegen, ohne sie sofort einem Reisetag zuzuordnen. Die Idee kommt heute, der passende Tag kommt später.

Das mag banal klingen. Ist es aber nicht. Gerade diese Flexibilität – Ideen sammeln, ohne sie sofort einzusortieren – hat meine Art zu planen wirklich verändert.

Kategorien und Prioritäten: Ordnung ohne Zwang

Jedes Ziel bekommt eine Kategorie. Stellplatz, Alternativstellplatz, Zwischenstopp, Sehenswürdigkeit, Fotolocation, Wanderung, Restaurant, Einkaufsmöglichkeit. Und dazu eine Priorität: Geplant, Optional, Plan B, Favorit.

Das klingt nach viel Aufwand – ist aber in der Praxis Gold wert. Wenn wir spontan einen Tag länger irgendwo bleiben (was mit Cookie öfter vorkommt als geplant), schaue ich einfach, welche „Optional“-Ziele in der Nähe liegen. Kein Suchen, kein Überlegen, kein Scrollen durch alte Browser-Tabs.

Dazu speichere ich pro Ziel alles, was für die Ankunft, unterwegs oder später relevant ist: Adresse, GPS-Koordinaten, Telefonnummer, Weblink, Notizen, Sprachnotizen, Fotos, eigene Bewertungen und Rezensionsnotizen. Das letzte macht mir das Blogschreiben danach erheblich leichter – alles ist da, nichts muss rekonstruiert werden.

Tap Forms Pro - Reiseplanung - Übersicht der Reisetage
Tap Forms Pro – Reiseplanung – Übersicht der Reisetage

Drei Skripte, die das Ganze lebendig machen

Tap Forms erlaubt es, eigene JavaScript-Skripte zu schreiben. Das ist der Punkt, wo die Datenbank aufgehört hat, ein Werkzeug zu sein, und anfing, wirklich zu arbeiten und ein digitaler Assistent zu werden.

Neuer Reisetag

Mit einem Klick lege ich einen neuen Reisetag an. Das Skript übernimmt die Reise, setzt die Ankunft auf die letzte Abreise und die Abreise auf den nächsten Tag. Klingt nach einer Kleinigkeit. Ist es aber nicht, wenn man abends nach langen Kilometern noch schnell den nächsten Tag vorbereiten will.

Plausibilitätsprüfung

Das ist mein persönlicher Reise-Kontrolleur. Er prüft, ob Reisetage lückenlos aufeinander folgen, ob Zeiträume sich überschneiden, ob ich innerhalb des geplanten Reisezeitraums bleibe – oder ob ich mal wieder zu optimistisch geplant habe. Letzteres kommt vor.

Was mich wirklich begeistert: Das Skript korrigiert auf Wunsch alle Reisetage automatisch. Kein manuelles Verschieben, kein Rechnen. Einfach prüfen lassen, korrigieren lassen, fertig.

Kalendereintrag

Mit einem Tap wird aus einem Reisetag ein vollständiger Kalendereintrag. Titel, Adresse oder GPS-Koordinaten, Telefonnummer, Weblink, Notizen – alles landet als ganztägiges Event im Kalender. Der Termin wird erstellt oder bei Änderungen aktualisiert, und die Kalender-ID wird zurück in die Datenbank geschrieben, damit das Skript beim nächsten Mal weiß, was es anfassen soll.

Der Praktische Nutzen: Ich schaue unterwegs kurz in meinen Kalender und habe alles parat – ohne die Datenbank öffnen zu müssen.

Navigation auf Knopfdruck

Jedes Ziel lässt sich direkt an Google Maps oder Apple Karten übergeben. Ein Tap – und die Navigation läuft. Keine Adresse abtippen, kein Copy-Paste, kein „halt mal kurz an, ich such das eben raus“. Wer schon mal mit einem Anhänger wie Cookie oder Wohnwagen im Schlepptau ein Navigationsziel gesucht hat, weiß, warum das wichtig ist.

Tap Forms Pro - Reiseplanung - Übersicht der Zielinformationen
Tap Forms Pro – Reiseplanung – Übersicht der Zielinformationen

Reisetagebuch inklusive

Was mich von Anfang an überzeugt hat: Die Datenbank ist nicht nur Planungstool, sondern auch Reisetagebuch. Unterwegs tippe ich Notizen, füge Fotos hinzu, nehme Sprachnotizen auf (die sind Gold wenn es schnell gehen muss) und mache Notizen für meine eigenen Bewertungen. Wenn ich zuhause sitze und einen Blogartikel schreibe, ist die Hälfte der Arbeit schon getan.

Fazit – und ein bisschen Eigenlob

Ich habe mir etwas gebaut, das zu meiner Art zu reisen passt. Nicht zu einer Vorstellung davon, wie man reist. Das ist – wenn ich ehrlich bin – das schönste daran.

Die Datenbank wächst mit jeder Tour weiter. Mal kommt ein neues Feld dazu, mal ein neues Skript, mal eine Kategorie, auf die ich vorher nicht gekommen bin. Das ist kein Nachteil, sondern Absicht. Ein System, das fertig ist, passt irgendwann nicht mehr.

Falls du Tap Forms Pro nutzt oder überlegst, deine Reiseplanung endlich in den Griff zu bekommen – ich hoffe, dieser Einblick hat dich inspiriert. Und falls du Fragen hast oder Teile davon nachbauen möchtest: schreib mir einfach. Ich freue mich über den Austausch.

Was mir Spaß macht

Was in meinem Artikel nicht wirklich vermittelbar ist, wieviel Spaß es macht die Datenbankanwendung zu benutzen. Ich sammle alle möglichen Orte, die ich besuchen möchte. Sortiere sie einem Reisetag einer Reise zu. Weiß immer was ich vor Ort geplant habe zu besuchen. Was in meinen Augen vor Ort lohnenswert ist zu erkunden. Jederzeit erweiterbar. Ich sehe auf anhieb ob ich genug Möglichkeiten geplant habe. Lieber immer ein paar mehr Punkte auf dem Plan, deshalb die Kategorisierbarkeit.

Vor Ort kann ich wie gesagt einfach den Ort aufrufen und mit einem Klick zeigt mir mein Navi den Weg. Ich sammle Wanderungen, trage die Highlights der Sehenswürdigkeiten ein und kann entscheiden wonach mir gerade ist. Ich kann verschieben, verkürzen und verlängern. Ein Knopfdruck prüft ob noch alles im Rahmen ist.

Ein weiterer Knopfdruck und das Hauptziel landet als Kalendereintrag im Kalender usw. Dabei habe ich noch nicht mal alle Möglichkeiten von Tap Forms Pro ausgeschöpft. Logisch ist, dass die Reiseplanung die anderen Tools nicht ausschließt, aber ich kann sie verknüpfen mit Links zu meiner Camping-App.eu, MyRoute-App, Google MyMaps oder meinem OneNote. Jetzt habe ich alles Zentral an einer Stelle.

Schreibe einen Kommentar