Norwegen Rundreise – Hirtshals – Kap Lindesnes

Dieser Beitrag ist Teil 2 von 8 aus der Serie Norwegen 2025

Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht in Tornby, machen wir uns nach dem Frühstück gemütlich auf und fahren zum Fährterminal. Die Fähre geht um 12:15 Uhr und da wir gerade mal gute 15 Minuten vom Campingplatz zur Fähre benötigen, können wir es entspannt angehen lassen. Norwegen wir kommen.

Lindesnes, Agder, Norwegen

Solstrand Camping, Tjømsveien, Homme, Lindesnes, Agder, 4520, Norwegen

Kristiansand, Agder, Norwegen

Hirtshals Havn, Vestmolen, Hirtshals, Hjørring kommune, Region Nordjütland, 9850, Dänemark

Tornby Strand, Marius Østergaardsvej, Krage, Hjørring kommune, Region Nordjütland, 9850, Dänemark

Wir sind zeitig beim Checkin und stellen uns geduldig in die uns zugewiesene Reihe und warten. Das Radio spielt Musik, das Navi zweigt uns wo wir sind und die Handys werden auch geladen. So vergeht die Zeit recht schnell und dann geht es auch schon los. Die Lotsen winken den ersten PKW zu sich auf den Weg zu machen.

Fährhafen
Bereits zwei Stunden vor der Fährüberfahrt treffen die ersten Reisenden ein und warten auf die Fähre.

Es fängt gut an…

Piep. Piep. Piep. Oh, was ist das? Die Warterei war zu viel des Guten, Cookiedoo verweigert den Start – Batterie zu schwach. Fröhlich fahren die Autos vor uns, bald neben uns und auch hinter uns auf die Fähre. Nicole ist zu einem der Lotsen gegangen um zu sagen, dass wir es nicht auf die Fähre schaffen, zumindest nicht mehr aus eigener Kraft.

Der Warteparkplatz ist nun leer und dann kommt eines dieser riesigen Fahrzeuge, die die Container auf die Fähre ziehen zu uns gefahren. Die wollen uns doch nicht etwa abschleppen? Munter und grinsend springt der Fahrer aus seiner Kabine, hält uns ein DIN A4 Blatt vor die Nase und bittet uns dies zu unterschreiben – Haftungsausschluss. Und schon bald verbindet er ein Starthilfegerät mit Cookiedoo’s Batterie und bittet uns zu starten. Wrum.

Auf der Super Speed I
Norwegen wir kommen immer näher!

Ich bin schweißgebadet und erleichtert, wir kommen doch noch nach Norwegen. Aber wir machen schon Pläne für den Fall, dass wir nach dem Anlegen in Kristiansand nicht starten können. Wir schauen wo die Lotsen an Board sind. Prüfen bereits am Handy wo es wohl in Norwegen Werkstätten gibt, die Auto-Batterien haben könnten. Nur für den Fall, dass die Batterie hinüber ist und wir den Wagen nicht starten können.

Solstrand Camping

Unser erstes Ziel in Norwegen ist das Südkap, sprich der südlichste Punkt von Norwegen. Am Kap Lindesnes gibt es einen Leuchtturm, den wir erkunden möchten. So fahren wir erst einmal zum Campingplatz um Cookie zu platzieren und dann weiter zum Kap.

Solstrand Camping
Unweit vom Kap Lindesnes Solstrand Camping

Es gibt zwar Plätze die noch näher zum Kap liegen, aber diese sind entweder schon geschlossen oder konnten nicht vorab gebucht werden. Es stellt sich jedoch heraus, dass Solstrand Camping sowieso die schönere Alternative ist.

Kap Lindnesnes

Der südlichste Punkt Norwegens ist viel mehr als nur ein Fotospot: Kap Lindesnes verbindet Naturdrama, Seefahrtsgeschichte und moderne Architektur zu einem der spannendsten Orte Südnorwegens. Am Kap prallen zwei Meere aufeinander – entsprechend rau, windig und beeindruckend ist das Wetter. Viele Besucher erleben hier ihren „Wow‑Moment“, wenn Böen über die Felsen fegen und die Wellen gegen die Küste schlagen. Letztes Jahr waren wir in Dänemark, wo ebenfalls Nordsee und Skagerrak aufeinandertreffen. Der Lindesnes Fyr wurde 1656 erstmals in Betrieb genommen und ist damit der älteste Leuchtturm des Landes.

Kap Lindesnes
Der Lindesnes Leuchturm und links im Bild der südlichste Zipfel Norwegens.

Die Sonne neigt sich und wir genießen den Ausblick hier. Allerdings weht ein strammer Wind und wir können kaum die Kamera ruhig halten. Ich mache dafür einige Aufnahmen mehr und hoffe, dass ich am Ende eines zur Auswahl habe, das Licht und Horizont möglichst gerade eingefangen hat,

Am Kap Lindesnes
Die untergehende Sonne am Kap Lindesnes taucht die Küstenlandschaft in magisches Licht.

Zurück am Campingplatz genießen wir den hier weniger windigen Platz und schauen uns an, wohin es uns morgen verschlagen wird.

Falunrot

Wir sind zwar noch nicht lange in Norwegen, aber was wir bislang gesehen haben gefällt uns außerordentlich gut. Selbst hier am Campingplatz haben wir eine tolle Aussicht. Entlang der südnorwegischen Küste fallen uns sofort die leuchtend roten Bootshäuser ins Auge.

Bootshäuser tnlang des Spangereidveien
Gesehen von Solstrand Camping aus

Ihre Farbe ist kein Zufall: Früher nutzten Fischer ein günstiges, extrem wetterfestes Pigment aus dem schwedischen Kupferbergbau – das berühmte Falunrot. Es schützte Holz zuverlässig vor Wind, Salz und Regen und war leicht zu verarbeiten. Gleichzeitig hob sich das kräftige Rot im Winter deutlich vom Schnee ab, sodass die Gebäude auch bei schlechtem Wetter gut zu finden waren. Heute sind die roten Bootshäuser ein charmantes Stück Küstentradition und gehören zu den beliebtesten Fotomotiven Norwegens.

Morgen, so entscheiden wir, werden wir uns Helleren ansehen und uns auf den Weg nach Sandnes machen.

Norwegen 2025

Norwegen Rundreise – Auf nach Süd- und Mittelnorwegen Norwegen Rundreise – Kap Lindesnes – Sandnes

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