Heute möchte ich einen kleinen Beitrag mit all den Kleinigkeiten, die Cookie in der Vergangenheit bis heute so erfahren hat, teilen. Doch der Reihe nach. In Norwegen haben wir bereits etwas festgestellt, das eine Kettenreaktion ausgelöst hat. Im Eingangsbereich hat sich immer wieder Wasser angesammelt. Deshalb ist Cookie nicht wie gewöhnlich in seine Halle, sondern in die Werkstatt gekommen. Der Aufenthalt war länger als geplant und bedurfte einiger Hausbesuche.
Undicht, nur wo?

Wenn es eines gibt, was sich als schwierig und hartnäckig herausstellt, dann gehört die Suche nach undichten Stellen dazu. Nicht verwunderlich also, dass dies eine langwierige Geschichte sein kann. Cookie ist und war jetzt nicht in dem Maße undicht, dass man wirklich Angst haben musste, „nass“ zu werden, aber es sammelte sich im Seitentürbereich halt immer wieder Wasser. Je nach Ausmaß des Regens halt mal mehr oder weniger. Allerdings genug, um schon mal, wenn man nicht aufgepasst hat, in einer Pfütze zu stehen. Da wir mit Biwak- bzw. Hüttenschuhen oder Strümpfen in Cookie sind, kann das schon sehr unangenehm sein.
Allerdings gab es auch an der Kopfwand ein zwei Stellen, wo es schon mal feucht war. Einmal war dann auch auf der Arbeitsplatte Wasser zu finden. In der Werkstatt wurden dann systematisch Stellen wie der Durchgang für den Landstrom neu abgedichtet und hier und da Dichtmasse erneuert. Selbst nachdem dann Cookie unter Wasser, also von außen gesetzt wurde, war er anfangs immer trocken. Doch kurz darauf, wenn ich ihn abholen wollte, doch wieder und immer wieder im Türbereich nass. Es folgte eine Kette an Hausbesuchen.


Hausbesuch in der Werkstatt
Dabei war es immer spannend, ob ich Cookie nun mitnehmen kann. Einmal war es soweit und ich konnte ihn mitnehmen, da es aber während der Fahrt geregnet hat, musste ich zu Hause feststellen, dass er zurück muss. Die Lage war nie wirklich eindeutig, woher das Wasser wohl kommt. Am Ende wurden die Dachprofile abgenommen, neu verklebt und abgedichtet. Aber selbst dies schien das Wasser unbeeindruckt zu lassen. Schlussendlich wurden dann alle anderen Nähte, Schrauben mit Außenkontakt und verdächtigen Stellen am Boden umlaufend neu versiegelt, nun sollte es wohl gut sein. Doch dank schönem Wetter blieb alles unter Vorbehalt.
Als ich Cookie dann für unseren Trip nördlich der Alpen abgeholt habe, hatte ich noch den Wunsch, ihn, so möglich, einmal auf die Waage zu stellen. Mir wurde gleich gesagt, das ist keine Wiegung, sondern eher eine Schätzung. Nachdem die Stützlast und die beiden Reifen gewogen waren und die Auffahrwaage das Ergebnis ausgespuckt hat, bin ich aus allen Wolken gefallen. 1066 KG, dabei war Cookie noch nicht einmal beladen. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 1000 KG zudem so schwer, dass ich ihn erst gar nicht hätte ziehen dürfen.

Übergewicht oder nicht Übergewicht?
Wenn dieses Gewicht der Wahrheit entspricht, wäre er in seinem Ursprungszustand mit 750 kg Zulassung ja schon beim Kauf „übergewichtig“ gewesen. Gut, ich habe danach die Schubladen einbauen lassen und die Deichselbox ist danach noch von mir montiert worden. Wie gesagt, außer der Werkzeugkiste, der leeren Kühlbox und ein paar Kleinigkeiten ist Cookie in seinem „Leergewicht“! Zum Glück hatte ich ihn auf 1000 kg auflasten lassen.
Ich hab schon unseren Urlaub ins Wasser fallen sehen. Zum Glück war es noch nicht zu spät. Auf der Fahrt nach Hause, mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend und tausenden kreisenden Gedanken im Kopf, bin ich zu einer Waage in unserer Nähe gefahren. Das Entsorgungszentrum Alsdorf Warden hat Waagen, um die Wertstoffe und den Restmüll wiegen zu können. Hier habe ich dann Gewissheit bekommen. Mit allem, was derzeit in Cookie ist, wiegt er 870 kg. Wie eine Lawine sind mir die schweren Steine vom Herzen gefallen. Mit 130 kg weiterer Zuladung war der Urlaub gerettet und die Welt wieder in Ordnung.
Schubladen Ausbau
Dennoch, ich hätte mit weit weniger Gewicht gerechnet, und da ich mit dem Schubladenumbau im Grunde nicht 100% zufrieden war, habe ich dann kurzerhand entschlossen, die Schubladen auszubauen. Das habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge getan, denn ich habe verdammt viel Geld in den Einbau gesteckt. Mehr als vereinbart. Die Funktionalität war eher eingeschränkt, da die Auszüge nur 3/4-Auszüge waren und ich bis zur finalen Lösung immer mit aufspringenden Schubladen zu kämpfen hatte. Am Ende freut sich das lachende Auge und Cookie über 54 kg weniger. Die Lösung mit den Kofferraumnetzen ist eine der Lösungen, die ich von Anfang an im Kopf hatte.







Die Kofferraumnetze bieten Taschen, um Kleinigkeiten schnell zu verstauen, wie unsere Biwakschuhe oder im hinteren Bereich mal ein Tuch, eine leere Tasche oder Hülle. Nicht nur praktisch, sondern alles gut verstaut und schnell im Zugriff. Die Netze halten auch die Euroboxen an Ort und Stelle, wobei sie nur wenig rutschen, wenn überhaupt. Und ich finde, die Netze sehen richtig gut aus. Die Knebel, um die Netze zu spannen, kamen aus meinem 3D-Drucker.
Lochbleche
Einzig die neuen Trennwände, die durch den Schubladeneinbau entstanden waren, sind geblieben, die Stabilität benötige ich für die Sitzbänke. Allerdings sind diese mit einfachen Lochblechen am Boden fixiert, durch die Schubladen konnte man das nicht sehen. Jetzt ohne Schubladen sieht es nicht nur unschön aus, auch die Euroboxen blieben daran hängen. Kurzerhand Abdeckungen entworfen und mit VHB-Klebepads angeklebt. Diese doppelseitigen Klebepads gibt es in unterschiedlichen Dicken, Größen oder als Klebeband und halten extrem gut, besser als herkömmliches doppelseitiges Klebeband. Die Abdeckungen sind an den Kanten abgeflacht und so rutschen die Euroboxen einfach drüber weg.




Die Schubladen waren sicherlich der größte Umbau oder besser gesagt Ausbau. Im rechten Schrank habe ich noch einen weiteren Regalboden eingebaut. Bisher wurden die Kistchen immer übereinander gestapelt, doch je nachdem, was darin untergebracht war, kippelte immer alles. Zudem habe ich für die Lücken noch Körbe gedruckt und so habe ich gleich doppelten Stauraum geschaffen. Oder besser gesagt, nun kann ich sauberer stapeln und habe zwei Körbe mehr Platz.



Der Kochtöpfe neue Kleider
Zu guter Letzt gab es für die Campingkochtöpfe auch noch ein Upgrade. Die Töpfe kamen in einem Zugbeutel aus äußerst dünnem Stoff. Die Nähte am Zugband haben sich aufgelöst und die Töpfe haben mit der Zeit den Stoff durchgescheuert. Wie gut, wenn man Bekannte hat, wo man weiß, welche besonderen Fähigkeiten sie haben. Lieb gefragt und schon am nächsten Tag hatten die Töpfe ein neues Luxus-Zuhause. Mir gefällt das schöne Stoffmuster ungemein. Zudem habe ich den neuen Zugbeutel etwas größer erbeten und siehe da, neben den Töpfen passt auch der neue Campingbackofen von Lidl (eine Omnia-Alternative) mit hinein. Noch einmal ganz lieben Dank an AJJ an dieser Stelle.



An dieser Stelle möchte ich aber auch dem Team von Niva Power danken, die unermüdlich auf der Suche waren und unablässig alles daran gesetzt haben Cookie dicht zu bekommen.
Nun kann unser nächstes Abenteuer beginnen, bist Du wieder mit dabei? Und möchtest Du erfahren, ob Cookie nun wirklich dicht ist?