Die nächste und vorletzte Etappe unserer nördlichen Alpen Tour bestand aus drei Nächten auf dem Camping Resort Zugspitze. Programmpunkte waren Wanderungen durch die Partnachklamm, eine Runde um den Eibsee und die Eroberung der Zugspitze. Die Höllentalklamm war leider gesperrt. Für die Zugspitze blieb am Ende auch nur ein Weg offen.
Von Schwangau nach Grainau benötigt man nicht lange mit dem PKW. Und das Camping Resort Zugspitze am Loisachufer ist mit drei Sternen ein idealer Ausgangspunkt für die nächsten beiden Tage. Zum 3* Resort gehört noch eine 5* Anlage, die auf der anderen Seite der Straße etwas versteckter und abseits liegt.


Von unserem Stellplatz aus konnten wir direkt auf die Zugspitze sehen. Der Platz selbst ist auf Komfort ausgelegt: großzügige Parzellen, moderne Sanitärbereiche – eine funktionale Basis für unsere Ausflüge in die Umgebung.

Es ist also nicht der Berg im Vordergrund, sondern sie liegt rechts dahinter.
Partnachklamm und Kaiserscharrn
Die Partnachklamm bietet ein kurzes, aber eindrucksvolles Naturerlebnis: Schmale Durchgänge, geschwungene Stege und in den Fels gehauene Tunnel führen durch die Schlucht, während das tosende Wasser seine unaufhaltsame Kraft an den Felswänden zur Schau stellt. Der durchgehend gut gesicherte Wanderweg zählt zu den beliebten Ausflugszielen der Region und ist entsprechend gut besucht. Wer die beeindruckende Atmosphäre der Klamm in Ruhe genießen möchte, sollte die Hauptbesuchszeiten möglichst meiden.
Die Partnachklamm ist eine spektakuläre Natursehenswürdigkeit in den bayerischen Alpen bei Garmisch-Partenkirchen. Es handelt sich um eine etwa 700 Meter lange Schlucht, die der Wildbach Partnach im Laufe von Jahrtausenden in den Wettersteinkalk gegraben hat.
An den engsten Stellen ragen die Felswände bis zu 80 Meter in die Höhe, während die Schlucht teilweise nur wenige Meter breit ist. Das Wasser stürzt durch die enge Klamm und schafft ein faszinierendes Schauspiel aus Gischt, Licht und Geräuschen. Die Klamm kann sowohl im Sommer als auch im Winter besucht werden, wobei sie im Winter durch Eiszapfen und gefrorene Wasserfälle besonders märchenhaft wirken mag.
Der gesicherte Wanderweg führt durch in den Fels gehauene Tunnel und über Stege direkt durch die Schlucht. Der Zugang erfolgt vom Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen aus, entweder zu Fuß oder per Pferdekutsche bis zum Eingang.
Die Partnachklamm zählt zu den eindrucksvollsten Geotopen Bayerns und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Wanderer.











Am Ende der Klamm haben wir den Aufstieg zur Kaiserschmarrn Alm genommen. Der Wanderweg führt über eine treppenförmige Hängebrücke bis hin zur Alm. Dort hatten wir eine kleine Einkehr, bevor wir den Rückweg oberhalb der Klamm zurück zum Eingang angetreten sind. Bevor wir jedoch zum Wagen zurück sind, haben wir noch einen Blick auf die Schanzenanlage geworfen.







Olympia-Skisprungschanze
Die Olympia-Skisprungschanze am Gudiberg markiert einen anderen Abschnitt der Region: klare Linien, technische Konstruktion und die Geschichte des Wintersports. Die Schanze ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern es werden Führungen angeboten und eine Ausstellung, die den Blick auf die Sprungtechnik und die Dimensionen des Sports erlaubt. Sie steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem alpinen Wettkampfwesen hier und ist leicht in einen Tagesausflug einzubauen. Wir aber wollen noch eine weitere Wanderung machen.

Übrigens, das Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen war Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1936; die Große Olympiaschanze diente bei diesen Spielen als Wettkampfstätte für Skispringen, Nordische Kombination und Teile der Langlaufwettbewerbe sowie als Ort der Eröffnungs- und Schlussfeier.
Eibsee Rundwanderung
Der Eibsee offenbart seine landschaftlich beschauliche Seite – zumindest sobald man sich vom stark frequentierten Ausgangspunkt entfernt, wo die meisten Besucher lediglich bis zu den Bootshäusern und Gastronomiebetrieben vordringen. Kristallklares, türkisschimmerndes Wasser, malerische Inseln und ein gut ausgebauter Rundwanderweg von etwa sieben Kilometern erwarten den Wanderer. Spätestens nach einem guten Kilometer, dort wo der weitläufige Strand endet, lässt man auch den Massentourismus hinter sich.















Die Uferpartien präsentieren sich abwechslungsreich – mal flache Buchten, mal steilere Abschnitte. Die gebührenpflichtigen Parkplätze sind an sonnigen Tagen wie heute rasch ausgelastet. Wir absolvierten die Runde in entspanntem Tempo, legten kurze Fotostopps an den schönsten Aussichtspunkten ein und ließen unseren Blick immer wieder zur majestätischen Zugspitze schweifen. Dorthin wird uns morgen unser Weg führen.
Zugspitze
Die Zugspitze selbst ist ein Ziel mit variablem Charakter: Mehrere Bahnen führen hinauf. Von österreichischer Seite aus Ehrwald herauf, dann von Garmisch mit der Bahn und Zahnradbahn, von der oberen Station der Zahnradbahn weiter mit der Gletscherbahn sowie die große Seilbahn, die direkt zum Gipfel führt, ermöglichen unterschiedliche Anfahrten und auf deutscher Seite zumindest eine Kombination zur Rundreise.
Allerdings waren wir zu Revisionszeiten da, an unserem Tag waren alle Bahnen bis auf die Seilbahn, die von deutscher Seite zur Zugspitze fährt, außer Betrieb. Auch der Aufstieg zur Zugspitze war gesperrt und wir konnten nur von den Plattformen die Aussicht genießen. Die klare Luft und die Weite der Sicht machen den Besuch trotzdem lohnenswert, auch wenn man für die Aussicht einen stolzen Preis für die Berg- und Talfahrt in der großen Gondel zu zahlen hat.













Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands mit einer Höhe von 2.962 Metern über dem Meeresspiegel. Sie liegt an der Grenze zwischen Deutschland (Bayern) und Österreich (Tirol) und ist Teil des Wettersteingebirges in den nördlichen Kalkalpen. Die nächsten größeren Orte sind Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) und Ehrwald (Österreich).
Es gibt drei Gletscher am Massiv: Nördlicher und Südlicher Schneeferner sowie Höllentalferner. Auf dem Gipfel befinden sich ein goldenes Gipfelkreuz sowie Wetterstationen. Man kann, sofern nicht gesperrt, auch wandernd durch das Höllental mit anspruchsvollen Klettersteigen auf die Zugspitze gelangen. Oder durch das Reintal die längste, aber technisch einfachste Route nehmen. Der Jubiläumsgrat ist nur für erfahrene Bergsteiger etwas.
Ein ruhiger Nachmittag und Abend
Nach den Wanderungen des gestrigen Tages genießen wir es heute, kaum Anstrengungen zu haben. So fahren wir zurück zum Campingplatz und spielen ein paar Runden Skip-Bo. Als uns der Hunger packt, grillen wir das letzte Automatenfleisch. Das hört sich abwertend an, aber die Würste und die Putenbrust waren sehr schmackhaft und lecker.
Da es wieder einmal der letzte Abend einer Etappe ist und wir kein nasses Sonnensegel riskieren wollen, packen wir dieses zuerst und später uns selbst in einen warmen Schlafsack ein.
Unsere letzte Etappe führt uns morgen dann zum Seecamp am Zeller See in Österreich.