Norwegen Rundreise – Sandnes – Mauranger

Dies ist Teil 4 von 15 aus dem Reisetagebuch Norwegen 2025

Tunnel, Fjorde und Wasserfälle begleiten uns den Weg entlang von Sandnes bis zum Sundal Camping in Mauranger. Wir sagen uns immer wieder, wenn die Norweger eines können, dann ist es Tunnel bauen. Bei Stavanger durchfahren wir gleich den Ryfylketunnelen, der uns anscheinend zum Mittelpunkt der Erde führen will und uns schier endlos vorkommt.

Sundal Camping, Sunndalsvegen, Sunndal, Mauranger, Kvinnherad, Vestland, 5476, Norwegen

Bondhus, Kvinnherad, Vestland, 5476, Norwegen

Furebergsfossen, Kvinnherad, Vestland, Norwegen

Folgefonntunnelen, 5476 Mauranger, Norway

Odda, Vestland, Norway

Låtefossen, Ullensvang, Vestland, Norwegen

Odda, Vestland, Norway

Folgefonntunnelen, 5476 Mauranger, Norway

Sunndal, Mauranger, Vestland, Norway

Folgefonntunnelen, 5476 Mauranger, Norway

Svandalsfossen, Saudavegen, Borvik, Saudasjøen, Sauda, Rogaland, 4208, Norwegen

Osterfloten, Indre Ryfylkevegen, Dalen, Suldal, Rogaland, Norwegen

Sandsvegen, Suldal, Rogaland, Norwegen

Indre Ryfylkevegen, Nylund, Hjelmeland, Rogaland, Norwegen

Ryfylketunnelen, 4123 Sør-Hidle, Norway

Sandnes hytter og camping – Vølstadskogen, Gamle Austvollvei, Soma, Sandnes, Rogaland, 4318, Norwegen

Ryfylketunnelen

Der Ryfylketunnelen ist in der Tat ein spektakuläres Infrastrukturprojekt. Ein 14,4 km langer, zweiröhriger Unterseetunnel. Mit bis zu 292 m tiefe unter dem Meer verbindet er Stavanger und Ryfylke. Bei seiner Eröffnung 2019 war er der längste und tiefste Straßentunnel seiner Art weltweit.

Preikestolen

Der Preikestolen gehört zu den berühmtesten Fotomotiven Norwegens – eine 600 Meter hohe Felskanzel über dem Lysefjord, die auf Instagram meist menschenleer wirkt. In der Realität sieht das allerdings anders aus: Selbst in der Nebensaison strömen täglich Hunderte Wanderer hinauf, und die schmalen Passagen auf dem Weg wie auch das Plateau selbst sind entsprechend voll. Genau deshalb haben wir uns entschieden, den Preikestolen diesmal bewusst auszulassen. Wir wollten die Ruhe der Fjorde genießen, statt uns in eine der bekanntesten „Bucket-List“-Routen des Landes einzureihen. Norwegen hat so viele stille, großartige Orte zu bieten – da fiel uns die Entscheidung erstaunlich leicht.

Jøsenfjorden – Lovrafjorden – Sandsfjorden

Auf dem Weg weiter nach Norden reihten sich drei Fjorde aneinander, die oft im Schatten der großen Namen stehen – und vielleicht gerade deshalb so angenehm unaufgeregt wirken. Der Jøsenfjorden präsentierte sich als schmaler, tief eingeschnittener Arm, ruhig und fast vollkommen still, als würde er sich bewusst vor dem Trubel der bekannten Hotspots verstecken. Der Lovrafjorden wirkte offener, weicher, mit sanften Ufern und einer Landschaft, die sich weit zurücklehnt. Und schließlich der Sandsfjorden, breiter und heller, ein Fjord, der eher Gelassenheit als Dramatik ausstrahlt.

Svandalsfossen – der Stufenfall am Saudafjord

Der Svandalsfossen begrüßt einen direkt an der Straße – ein wuchtiger, zweistufiger Wasserfall, der sich über dunkle Felsen in den Saudafjord stürzt. Über Treppen und Plattformen kommt man nah ans Wasser heran, und selbst aus dem Auto wirkt er imposant. Ein klassischer „Roadtrip-Wasserfall“, der ohne Umwege für ein paar Minuten Staunen sorgt.

Vom Svandalsfossen fahren wir nun erstmal zum Campingplatz. Wir wollen die Bilder der Landschaften, die Tunnel, Fjorde, Seen und Wasserfälle des Weges in Gedanken noch einmal revue passieren lassen. Den Tag geht dann auch schon langsam zu neige. Am nächsten Morgen buchen wir eine weitere Nacht auf dem Sundals Camping. Denn wir möchten zum Gletschersee des Bondhus und uns vorher noch zwei Wasserfälle anschauen.

Sundal Camping
Sundal Camping in der Ferne der Bondhusbrea

Sundals Camping

Sundals Camping liegt dort, wo der Maurangerfjord endet und die Berge beginnen – ein ruhiger, bodenständiger Platz mit direktem Blick auf den Bondhusbreen. Die Stellflächen sind einfach, teils auf Schotter, aber die Lage macht alles wett: Vom Camper aus sieht man Fjord, Wasserfallreste und die ersten Ausläufer des Gletschers. Die Sanitäranlagen sind modern und sauber, und wer möchte, kann Boote oder Kanus mieten oder einfach zu Fuß ins Bondhusdalen starten. Kein Schnickschnack, kein Trubel – nur ein kleiner Campingplatz in einer großen Landschaft.

Guten Morgen

Unser Tagespensum heute ist ein kleiner Abstecher zurück zum Låtefossen, an dem wir gestern nur vorbeigefahren sind, da wir mit Cookie im Schlepptau nicht halten konnten. Dann fahren wir zurück in Richtung Furebergsfossen, machen jedoch vorher einen kurzen Einkaufsstopp in Odda. Der Nachmittag soll dann im Zeichen des Bondhus stehen.

Folgefonntunnelen

Um nach Odda und in Richtung Låtefossen zu kommen müssen wir den Folgefonntunnelen durchfahren. Der Folgefonntunnelen verbindet Mauranger mit Odda und führt über elf Kilometer direkt unter dem mächtigen Folgefonna hindurch. Als einer der längsten Straßentunnel Norwegens wirkt er fast wie ein eigenes kleines Kapitel der Reise: lang, gleichmäßig, kühl – und ein deutlicher Kontrast zur offenen Fjordlandschaft davor. Seit seiner Eröffnung 2001 verkürzt er die Strecke rund um den Gletscher enorm und macht die Region deutlich besser erreichbar. Für uns war er vor allem eines: der Tunnel, den wir auf dieser Reise am häufigsten durchfahren haben – ein schon fast vertrauter, nüchterner Begleiter zwischen zwei völlig unterschiedlichen Landschaften.

Låtefossen – Norwegens berühmtester Zwillingswasserfall

Der Låtefossen ist einer dieser Orte, an denen man unweigerlich anhält. Zwei Wasserfälle stürzen nebeneinander aus großer Höhe herab, treffen sich unter der alten Steinbrücke und sprühen die Straße ein – ein Naturtheater, das man mitten aus dem fahrenden Auto erlebt. Laut, wild und absolut unverwechselbar.

Furebergsfossen – der breite Fächerfall am Maurangerfjord

Der Furebergsfossen wirkt dagegen fast elegant: Ein breiter, heller Fächer aus Wasser, der über glatte Felsplatten gleitet und direkt in den Fjord mündet. Ruhiger als der Låtefossen, aber nicht weniger eindrucksvoll – ein Wasserfall, der sich perfekt in die Landschaft einfügt und gerade deshalb so fotogen ist.

Bondhusdalen, Bondhusvatnet und Bondhusbrea

Das Bondhusdalen ist Teil des Folgefonna Nationalparks und wirkt wie ein Tal aus einer anderen Zeit. Ein breiter, ruhiger Korridor, durch den ein klarer Gletscherfluss fließt und der von steilen, moosbewachsenen Hängen eingerahmt wird. Der Weg zum Bondhusvatnet ist leicht zu gehen und führt über alte Moränen und durch lichte Wälder. Eine Wanderung, die eher entschleunigt als fordert. Am See selbst öffnet sich dann die typische Mauranger‑Szenerie. Türkisgrünes Wasser, glatt wie Glas, und dahinter der Bondhusbreen. Ein Seitenarm des Folgefonna‑Gletschers. Früher reichte der Gletscher bis fast an den See heran. Heute zieht er sich sichtbar zurück, aber seine Präsenz ist immer noch beeindruckend. Für uns war es einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird und einfach nur schaut.

Zurück am Sundals Camping genießen wir noch die Abendstunden und planen die Weiterfahrt wir wollen einen weiteren Wasserfall und Nationalpark anschauen. Es wird zum Vøringsfossen gehen und in den Hardangervidda Nationalpark.

Reisetagebuch Norwegen 2025

Norwegen Rundreise – Kap Lindesnes – Sandnes Norwegen Rundreise – Mauranger – Hardangervidda

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