Guten Morgen Briksdal. Ab und an geht ein leichter Schauer runter, aber hier auf dem Melkevoll Bretun Camping, der geschützt und umrand von Bergen ist, kommen nur ein paar Tropfen an. Heute endlich können wir wieder wandern. Ein Weg der sich lohnt und obwohl es kein richtiger Rundweg ist, absolut lohnenswert. Ich denke die Foto sprechen heute für sich.
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Briksdalsbre, Vestland, Norway
Guten Morgen

Wanderung zum Briksdal-Gletscher
Wir lassen uns ein wenig Zeit und Ruhe am Morgen und gehen dann entspannt durch das Briksdal hinauf zum Gletschersee. Wir überlegen kurz ob wir uns fahren lassen, denn es gibt einen Service mit Jeeps, die die Wanderstrecke erheblich kürzen. Aber eine Gruppe asiatischer Touristen und der Preis schrecken uns ab.
Wir wollten doch eh wandern und haben alle Zeit der Welt. Eine gute Entscheidung!
Briksdalbreen
Der Briksdalbreen ist einer der bekanntesten Arme des Jostedalsbreen, dem größten Festlandgletscher Europas. Der Gletscher hängt steil in einer Felsrinne über dem Tal, und unten liegt der kleine, milchig‑türkise Gletschersee. Wasserfälle stürzen von allen Seiten herunter. Das Tal wirkt wie eine Naturarena. Der Weg vom Briksdal Fjellstove hinauf ist leicht, breit und gut besucht. Aber sobald man die Hauptroute verlässt, wird es ruhiger.






Links des Flusses verläuft ein schmaler, ruhiger Höhenweg, der viel weniger begangen ist als der breite Hauptweg. Dieser Weg heißt Kongevegen – der „Königsweg“. Er ist ein alter Verbindungsweg, der früher genutzt wurde, lange bevor die moderne Straße ins Tal gebaut wurde. Heute ist er ein schmaler Pfad, der sich über dem Tal entlangzieht, mit schönen Blicken auf den Fluss, die Wasserfälle und die steilen Felswände.
Der Kongevegen führt über einen kleinen Bergkamm, immer leicht oberhalb des Tals. Man wandert durch Birken, über Felsen und an alten Steinmauern vorbei. Der Weg ist nicht schwer, aber deutlich abwechslungsreicher als die breite Schotterstraße, ein Stück alte Wegkultur.
Oben öffnet sich der Blick auf das Briksdal‑Tal, und man sieht den Gletscher schon früh zwischen den Felswänden hängen. Später kann man auf der rechten Seite des Flusses entspannt zurückgehen und kommt auch ganz nah an den großen Wasserfall heran – eine perfekte Runde.










Jostedalsbreen Nationalpark
Der Nationalpark ist riesig. Über 1.300 Quadratkilometer. Mehr als 50 Gletscherarme. Dazwischen Täler, Moränen, Felsstufen und klare Flüsse. Der Park schützt vor allem das Hochplateau aus Eis und die Landschaften, die der Gletscher geformt hat. Keine Straßen, keine Hütten im Inneren. Briksdal liegt am westlichen Rand des Parks – einer der wenigen Orte, an denen man relativ nah an einen der Gletscher herankommt.









Was für ein Tag
Wir sind überglücklich gewandert zu sein und nicht den Touri-Jeep genutzt zu haben. So viele Fotos haben wir lange nicht mehr fotografiert. An jeder Ecke ein neuer Winkel, ein neues Panorama und so ganz im Gegensatz zur Hardangervidda. Das Wetter bis auf einen Schauer bleibt uns hold. Auf dem Rückweg kehren wir in das Briksdal Fjellstove ein, nicht in das Restaurant, das eh geschlossen zu sein scheint, sondern in den Shop. Hier gibt es wieder die Touristen – Souvenirs, aber auch jede Menge Pullover, Jacken und Ponchos, für jedwede Outdoor-Aktivität etwas.


Das Wetter bessert sich und im Glanze des sich sonnenden Gletschers wagen wir es und kochen heute außerhalb von Cookie. In der Nacht erleben wir ganz kurz und schemenhaft am Himmel ein vages Leuchten. Aber es ist nur von kurzer Dauer und es ist zu dunkel um Fotos zu machen. Ob das wohl Polarlichter waren?